„Demokratie braucht dich!“

Einen Abend voller Denkanstöße und anregender Gespräche erlebten die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung „Demokratie braucht dich“, zu der das Bündnis gegen Rechts Neustadt an der Aisch in Kooperation mit dem Freiwilligenzentrum „mach mit!“ des Caritasverbandes Neustadt an der Aisch eingeladen hatte.
Im Mittelpunkt stand die Lesung des Autors Bijan Moini aus seinem Roman „2033“. Das Buch entwirft ein realistisches Zukunftsszenario und setzt sich mit gesellschaftlichen Entwicklungen sowie den Herausforderungen für demokratische Strukturen auseinander. Auch wenn die Thematik anspruchsvoll und stellenweise beklemmend war, verstand es der Autor, sein Publikum mit einer spannenden Erzählweise zu fesseln und zum Nachdenken anzuregen.
Im Anschluss an die Lesung stand der Austausch im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden diskutierten über aktuelle Herausforderungen für die Demokratie und darüber, wie jede und jeder Einzelne zu einem respektvollen Miteinander und zum Erhalt demokratischer Werte beitragen kann. Dabei wurde deutlich, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist, sondern vom Engagement und der Beteiligung der Menschen lebt.
An verschiedenen Mitmachstationen konnten die Gäste ihre Gedanken, Eindrücke und Ideen festhalten. Viele nutzten zudem die Gelegenheit, sich am Infostand des Freiwilligenzentrums über Möglichkeiten des gesellschaftlichen Engagements zu informieren. Das Freiwilligenzentrum stellte dabei konkrete Wege vor, wie Menschen sich im Ehrenamt einbringen und Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen können.
Die Veranstaltung wurde auch im Rahmen der Engagierten Stadt Neustadt an der Aisch durchgeführt, deren lokale Umsetzung vom Freiwilligenzentrum koordiniert wird. Als Teil des bundesweiten Netzwerks „Engagierte Stadt“ setzt es sich gemeinsam mit zahlreichen Partnern vor Ort für die Stärkung von Bürgerschaftlichem Engagement und gesellschaftlichem Zusammenhalt ein. Ermöglicht wurde die Veranstaltung auch durch die Unterstützung aus dem Regionalisierungsfonds des Programms.
Die Veranstalter zeigten sich erfreut über das Interesse und die zahlreichen Gespräche. Der Abend machte deutlich: Demokratie lebt vom Dialog, von unterschiedlichen Perspektiven und von Menschen, die bereit sind, sich einzubringen.