Talente entdecken, einsetzen und vermehren

 

Die Grundidee - wir starten ein Experiment!

Es geht um das Gleichnis aus der Bibel von den anvertrauten Talenten bei Matthäus 25 oder Pfunden im Lukasevangelium 19. Das Gleichnis verdeutlicht: der Mensch soll jetzt seine ihm anvertrauten Gaben aktiv vermehren.

Hier setzen die Aktionen an, die mit der spannenden Frage „spielen“, ob es heutzutage möglich ist, tatsächlich gemäß dem Gleichnis zu handeln.

Es ist sozusagen ein "Schnuppern" im Ehrenamt, das viel Einfallsreichtum und Kreativität zulässt!

Dieses Experiment soll mit einer Schulklasse gestartet werden. Spannend ist es, ob sich die Schüler darauf einlassen.

Die Teilnehmer*innen

Aufgefordert zum Mitmachen sind Schülerinnen und Schüler einer Realschulklasse.  

Konzipiert und im Hintergrund unterstützend wirken ihre Religionslehrerin und die Leiterin des Freiwilligenzentrums. Sie stellt das sog. „Startkapital“ - einen Geldbetrag von 5 x 20 € - zur Verfügung.

Der Zeitrahmen

  • Start: insgesamt ca. 9 Wochen
  • Zwei Doppelstunden zum thematischen Einstieg
  • Eine Doppelstunde zur Ideenfindung und -festlegung
  • Vier Wochen für das Experiment
  • Eine Doppelstunde zum Vorbereiten der Präsentationen etc.
  • Eine Doppelstunde zum Präsentieren der Gruppenergeb-nisse. Dazu sind die Schüler und Presse ins Freiwilligenzentrum eingeladen.

Projektablauf – Schritte

  • Thematischer Einstieg: Die Schüler werden an das Thema herangeführt. In Stillarbeit überlegen sie, welches ihre Talente sind. Ihre Gedanken notieren sie auf einem Blatt.
  • Partnerarbeit: welche Talente vermutet mein Gruppenpartner an und in mir? Diese werden auf dem Blatt ergänzt.
  • Lehrerinput: der Text vom Gleichnis wird (wenn möglich in einer aktuellen Fassung) den Schülern „neutral“ vorgetragen oder schriftlich gegeben. „Was hat dieser Text mit unseren Talenten zu tun?“ Austausch und Diskussion im Unterricht.
  • Die Klasse wird in fünf Gruppen eingeteilt.
  • Die Gruppen überlegen: Was könnten wir mit unseren Talenten/Fähigkeiten und unserem Wissen/Können Gutes tun? Was könnten wir tun und bewirken? Die Überlegungen werden auf einem Plakat der Klasse vorgestellt.
  • Nun habt ihr eine Woche Zeit. Einigt euch in eurer Gruppe auf eine Aktion. Wie wollt ihr eure Talente einbringen, was mit euren Talenten anpacken? Nächste Woche beginnt unser Experiment.
  • Jede Gruppe benennt ihr Vorhaben. Das Experiment kann beginnen.
  • Die Spielregeln werden den Schülern erklärt:
  1. Ihr erhaltet nun für Eure Aktion ein Kuvert. In diesem befinden sich 20 €. Das ist Euer Startkapital, sofern ihr eines benötigt. Dies könnt ihr jetzt mit eurer Aktion vermehren.
  2. Wählt in eurer Gruppe einen Sprecher und Geldverantwortlichen.
  3. Plant genau euer Vorhaben. Wann wollt ihr beginnen? Überlegt Euch: Was sind unsere Schritte? Wie gehen wir vor?
  4. Ihr habt dazu 4 Wochen Zeit.
  5. Während Eurer Aktion denkt dran: macht schöne Fotos für eine ansprechende Dokumentation oder Präsentation
  6. Am ………………………………………. gebt ihr im Unterricht eurer Religionslehrerin den zugeklebten Briefumschlag mit Eurem Geldbetrag zurück.
  7. Das gesamte Geld, das in den Briefkuverts ist, dürft ihr gemeinsam für einen guten Zweck spenden.
  8. Sammelt dazu Ideen und entscheidet gemeinsam, wohin es gehen soll.
  9. Noch Fragen? Eure Religionslehrerin unterstützt Euch.

 Auswertung und Abschluss des Projektes:

  • Jede Gruppe bereitet eine Projektpräsentation vor (die Gruppe entscheidet selbst, wie das Portfolio gestaltet werden soll, ob Fotowand – Plakat PowerPoint) .
  • Es soll das Projekt und den Prozess darstellen: Was lief gut, wo gab es Probleme, was ist unser Ergebnis.
  • Das Ergebnis der Talente-Vermehrung: aus den 5 x 20 € wurden ……………………€. Dieser Betrag geht an …………………………
  • Die Präsentationen erfolgen im Freiwilligenzentrum.
  • Die Presse wird dazu eingeladen.
  • Eingeladen wird auch die Initiative oder Person, an die die Spende gehen soll.

Ein paar praktische Beispiele für Aktionen

Das Muster der Geldvermehrung ist stets ähnlich: Mit dem anvertrauten Geld werden „Zutaten“ gekauft, kreativ verarbeitet oder bearbeitet und dann verkauft. Gebacken, eingekocht, gezogen, zubereitet oder gebastelt werden beispielsweise Kuchen (Verkauf in der Schulpause), Stricksocken, Honig, Marmelade, Most, Ackersalat, Holzofenbrot (aus dem örtlichen Backhaus), Blumensträuße von der Wiese, Wellnessbehandlungen, Autowaschdienste, Handy-Nachhilfe, Konzerte auf offenen Plätzen o.ä., Einladungen zum Essen werden gegen Gebühr angeboten, Selbstgemachte Cremes, Badekugeln, Samenkugeln (Erde und Wiesenblumensamen)

Fazit - Schülerstimmen

"Es hat voll Spaß gemacht. Endlich hatte der Reliunterricht mal richtig Sinn."

"Erst wußten wir nicht so recht, was wir anfangen sollen. Aber dann hatten wir einige Ideen. Bei der Durchführung hat dann jeder super mitgemacht."

"Anfangs dachten wir, das ist doch ganz einfach. Bei der Umsetzung, als wir dann auf die Leute zugehen mussten, war es erst gar nicht so einfach."

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